Autor: pa

Pod-Antriebe: Untersuchung verschiedener Einflussfaktoren auf Propellerentwurf und Propulsionsprognose

Da Pod-Antriebe sich besonders zur elektrischen Propulsion von Schiffen eignen, wurde durch die Schiffbau-Versuchsanstalt Potsdam GmbH eine ausführliche Versuchsreihe durchgeführt, um Interaktionseffekte zwischen Propeller, Gondel und Schaft detailliert zu untersuchen. Hierfür wurden Versuche mit verschiedenen Ersatzsystemen am Freifahrtdynamometer sowie Versuche mit einem Z-Antrieb mit Messwelle durchgeführt. Zur Leistungs- und Geschwindigkeitsprognose sollte stets der Pod inklusive Propeller als geschlossenes Propulsionssystem betrachtet werden, da die Verwendung eines Ersatzsystems zu abweichenden Propulsionskennziffern führt. Hierfür wurde zusätzlich der Einfluss der verwendeten Leerlaufreibung zur Korrektur der Messungen überprüft. Dabei zeigt sich, dass für die korrekte Lastaufteilung zwischen Propellerschub und Gehäusewiderstand eine Leerlaufreibung im Stand verwendet werden sollte, um so die Kräfte, die in Fahrt auf die Nabe wirken, zu berücksichtigen. Im Gegensatz dazu steht die Perspektive des Propellerentwurfs und der Optimierung von Pod-Antrieben. Da bei den immer noch gängigen und auf Grund ihrer Geschwindigkeit auch nicht zu ersetzenden potentialtheoretischen Entwurfsverfahren die Flügel häufig isoliert (ohne Nabe und damit freifahrend) betrachtet werden, kann die Verwendung von Ersatzsystemen hier weitere Erkenntnisse zur Verbesserung der Entwurfssicherheit liefern. Es konnte festgestellt werden, dass sich verschiedene Naben- und Ablaufformen unterschiedlich auf die Propellerkennwerte auswirken. Um eine Vergleichbarkeit zu erreichen, wurde ein Verfahren verwendet, welches die Freifahrt verschiedener Ersatzsysteme und Pod-Freifahrten analog zur Auswertung eines klassischen Propulsionsversuches betrachtet. Über den Vergleich zur klassischen Propellerfreifahrt wird die Bestimmung von Wechselwirkungskoeffizienten auf Grundlage der Schubidentität ermöglicht. Mit diesen Koeffizienten kann der Propellerentwurf auf Basis der isolierten Betrachtung der Propellerflügel, wie es in der Freifahrt der Fall ist, auf das Zusammenwirken mit Podgondel und Schaft geprüft und der Entwurf entsprechend angepasst werden. Da die Vergleichbarkeit auf der Prämisse der Isolation der Kräfte an den Propellerflügeln beruht, ist hier zunächst die Anwendung der Leerlaufreibungskorrektur in Fahrt notwendig um die Druckkräfte, die auf die Nabe wirken, zu eliminieren. Durch die verschiedenen Ansätze zur experimentellen Betrachtung von Pod-Antrieben konnte festgestellt werden, welche Vorgehensweise für die jeweilige Aufgabenstellung im Zusammenhang mit der Propulsion von Pod-Antrieben am dienlichsten ist.

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Deutscher Umweltpreis 2022

Am 30. Oktober wurde der Deutsche Umweltpreis unserem ehemaligen Kollegen Friedrich Mewis und Herrn Dirk Lehmann für die Entwicklung des Energy-Saving-Devices  Becker-Mewis-Duct überreicht. Wir gratulieren ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.

SVA Potsdam auf der SMM 2022

6. – 9. September

Halle B4, Erdgeschoss, Stand Nr. 102.

Wir freuen uns darauf, Ihnen die aktuellsten Informationen an unseren Stand zu präsentieren.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen u. a. zur Verfügung:

Dr. Masilge, Geschäftsführer SVA Potsdam GmbH
Hr. Grabert, Leiter „Widerstand und Propulsion“
Hr. Froitzheim, Leiter „Propeller und Kavitation“
Hr. Domke, Leiter „Dynamik und Akustik“
Hr. Lübke, „Computational Fluid Dynamics“

sowie weitere Kollegen aus den verschiedenen Fachdisziplinen.

SiRiOS
(12/2021 – 05/2024)

Ziel des Vorhabens ist die Berücksichtigung nicht nur des Designzustandes, wie gegenwärtig praktiziert, sondern auch der Off-Design-Zuständen, wie sie insbesondere im Seegang und beim Manövrieren auftreten, beim Entwurf sowie der hydrodynamischen Auslegung der Propulsions- und Manövrierorgane. Damit verbunden ist auch eine realistischere Off-Design Leistungsabschätzung. Weiterlesen „SiRiOS
(12/2021 – 05/2024)“

Treideln
(11/2021 – 04/2024)

Ziel dieses Forschungsthemas ist es, ein Konzept zur verstärkten Nutzung der Binnenwasserstraßen durch den Binnengüterverkehr zu erarbeiten. Dabei geht es um die Bereitstellung einer modernen Fassung eines alten Transportsystems, des Treidelns, unter Berücksichtigung moderner Antriebs- und Steuerungstechnik. Dies wird ermöglicht durch moderne Traktorsysteme, d.h. autonom operierenden Lafetten oder Traktoren auf einem leitplankenähnlichen Schienensystem. Der wesentliche Vorteil besteht in der Möglichkeit, diese Traktoren über das Schienensystem mit der nötigen Energie zu versorgen. Hierbei soll ein wichtiger Beitrag für eine Dekarbonisierung des Gütertransportes auf den Binnenwasserstraßen geleistet werden. Weiterlesen „Treideln
(11/2021 – 04/2024)“

Kay Domke (SVA) in das Seakeeping Committee der ITTC berufen

Herr Kay Domke, Bereichsleiter Dynamik & Akustik, ist für die 30.Periode der International Towing Tank Conference in das Seakeeping Committee der ITTC berufen worden. Zu den Tasks gehört unter anderem die Betrachtung der vorläufigen Leitlinien für die Bestimmung der Mindestantriebsleistung zur Aufrechterhaltung der Manövrierfähigkeit von Schiffen unter widrigen Bedingungen gemäß MEPC.1/Circ.850/ Rev.2. Das Seakeeping Committee setzt sich aus Wissenschaftlern aller Kontinente zusammen und befasst sich in erster Linie mit dem Verhalten von Schiffen im Seegang. Die SVA freut sich mit Herrn Domke über diese ehrenvolle Berufung.