Ähnlich der hydrodynamischen Analyse des Unterwasserschiffes etabliert sich zunehmend die aerodynamische Analyse des Überwasserschiffes mit numerischen Methoden. Überwasserschiffe sind im Allgemeinen komplexe und sehr strukturierte Geometrien, so dass es  zu aus aerodynamischer Sicht unerwünschten Verwirbelungen und Rezirkulationen kommen kann.

 

Bei Kreuzfahrtschiffen und Yachten wird die Gestaltung des Überwasserschiffes im Wesentlichen von  ästhetischen Gesichtspunkten bestimmt. Die Formoptimierung einzelner Aufbauten bzw. Bauteile kann daher sinnvoll sein, um den Komfort der Passagiere zu erhöhen. Dazu kann die Untersuchung der  Rauchgasausbreitung, der Zu- und Abluft von Klimaanlagen, der Umströmung von  Sonnendecks, etc. dienen. Die Erfassung der dreidimensionalen Strömungsdetails  durch die Simulation macht numerische Verfahren zu einem Werkzeug, das z. B. in der Entwurfsphase helfen kann, das Design von Aufbauten zu optimieren.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der aerodynamischen Berechnungen in der SVA ist die Untersuchung der Windlasten, die z. B. auf das Überwasserschiff oder auf Arbeitsplattformen einwirken. Besonders für Konstellationen, bei denen Arbeitsvorgänge durch mögliche starke Bewegungen der Strukturen behindert werden könnten, ist eine vorherige Untersuchung der Windlasten empfehlenswert.